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Becker

Die Inklusionslüge

Behinderung im flexiblen Kapitalismus

Medium: Buch
ISBN: 978-3-8376-3056-5
Verlag: transcript
Erscheinungstermin: 01.04.2015
Lieferfrist: bis zu 10 Tage

Die Debatte um Inklusion hat seit der 2009 in Deutschland in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention deutlich an Popularität gewonnen. Auffällig ist, dass hier oftmals das Bild einer dichotomen Gesellschaft bemüht wird, in der es angeblich ein 'Drinnen' und ein 'Draußen' gibt. Der Inklusion wird dadurch der Charakter eines 'heiligen Projekts' zugeschrieben, durch das Menschen mit Behinderung Aufnahme finden sollen in die Gesellschaft. Es gibt aber keine Exklusion aus der Gesellschaft. Allerdings bestehen innerhalb der Gesellschaft massive Ausgrenzungsprozesse. Diese zu beseitigen hieße, die Gesellschaft so zu transformieren, dass ihre Fokussierung auf Erwerbsarbeit und die Normierungen der leistungszentrierten Bildungsinstitutionen aufgegeben werden können.

Uwe Becker analysiert umfänglich die Ausgrenzungsdynamiken, die Menschen in den Bildungsinstitutionen, in Arbeitslosigkeit und Armut – begleitet von politischer Diffamierung – erleiden. Er fordert eine Korrektur der ökonomisch gesteuerten, erwerbsarbeitszentrierten Gesellschaftslogik ein, ohne die Inklusion zum Desaster für Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, Pädagoginnen, Pädagogen und alle gutwilligen Akteure dieses Projekts zu werden droht.


Produkteigenschaften


  • Artikelnummer: 9783837630565
  • Medium: Buch
  • ISBN: 978-3-8376-3056-5
  • Verlag: transcript
  • Erscheinungstermin: 01.04.2015
  • Sprache(n): Deutsch
  • Auflage: 2., unveränderte Auflage 2016
  • Serie: X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
  • Produktform: Kartoniert, Kartoniert
  • Gewicht: 330 g
  • Seiten: 216
  • Format (B x H): 148 x 225 mm
  • Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
Autoren/Hrsg.

Autoren

Uwe Becker ist Professor für Sozialethik, designierter Präsident der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik. Er publiziert zu Themen gesellschaftlicher Exklusion u.a. in der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der ZEIT.