Roxanne Bélanger Sarrazin examines a group of Coptic prayer texts known in modern scholarship as "magical liturgies", preserved in manuscripts, mostly from Egypt, dating from the 5th to 13th centuries. Drawing on the sociological concept of "multiple identities", she explores how these prayers can, from an etic perspective, be described as "apocryphal", "magical", and "liturgical". Her approach involves a rigorous comparative analysis and employs several scholarly categories as lenses for evaluating the sources. It sheds light on how these prayers might have been conceptualized and used by people in Late Antique and early Islamic Egypt, and on the roles they played in the formation of Christian identities. In addition, the book draws on concepts from Material Philology. It pays particular attention to the material and paratextual features of the manuscripts containing these prayers, and assesses what these features can tell us about the contexts in which the manuscripts were produced and used. By analyzing the textual, material, and paratextual aspects together, the study reveals that the "magical liturgies" were most probably composed in monastic and ecclesiastic contexts. The Coptic manuscripts transmitting them, too, were produced and used in such settings in Late Antique and early Islamic Egypt.
Roxanne Bélanger Sarrazin untersucht eine Gruppe koptischer Gebetstexte, die in der modernen Forschung als „magische Liturgien" bekannt sind und in Handschriften, überwiegend aus Ägypten, aus dem 5. bis 13. Jahrhundert überliefert sind. Ausgehend vom soziologischen Konzept der „multiplen Identitäten" erforscht sie, wie diese Gebete aus einer etischen Perspektive als „apokryph", „magisch" und „liturgisch" beschrieben werden können. Ihr Ansatz umfasst eine rigorose vergleichende Analyse und nutzt verschiedene wissenschaftliche Kategorien als Zugänge zur Bewertung der Quellen. Er beleuchtet, wie diese Gebete im spätantiken und frühislamischen Ägypten möglicherweise konzeptualisiert und verwendet wurden und welche Rolle sie bei der Herausbildung christlicher Identitäten spielten. Darüber hinaus greift die Studie auf Konzepte der Material Philology zurück. Sie widmet den materiellen und paratextuellen Merkmalen der Handschriften, die diese Gebete enthalten, besondere Aufmerksamkeit und untersucht, was diese Merkmale über die Kontexte verraten, in denen die Handschriften hergestellt und verwendet wurden. Durch die gemeinsame Analyse der textuellen, materiellen und paratextuellen Aspekte zeigt die Studie, dass die „magischen Liturgien" höchstwahrscheinlich in monastischen und kirchlichen Kontexten verfasst wurden. Auch die koptischen Handschriften, die sie überliefern, wurden in solchen Kontexten im spätantiken und frühislamischen Ägypten hergestellt und verwendet.
Produkteigenschaften
- Artikelnummer: 9783162005731
- Medium: Buch
- ISBN: 978-3-16-200573-1
- Verlag: Mohr Siebeck
- Erscheinungstermin: 30.09.2026
- Sprache(n): Englisch
- Auflage: 1. Auflage 2026
- Serie: Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity
- Produktform: Kartoniert, fadengeheftete Broschur
- Seiten: 280
- Format (B x H): 155 x 232 mm
- Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
Themen
- Geisteswissenschaften
- Religionswissenschaft
- Religionswissenschaft Allgemein
- Heilige & Traditionelle Texte, Mythologie, Vergleichende Mythologie
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- Gebet & liturgisches Material
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- Christentum, Christliche Theologie
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