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Bunke

Heimweh

Studien zur Kultur- und Literaturgeschichte einer tödlichen Krankheit

Medium: Buch
ISBN: 978-3-7930-9510-1
Verlag: Rombach Verlag KG
Erscheinungstermin: 31.03.2009
Lieferfrist: bis zu 10 Tage

Zwischen dem späten 17. und frühen 20. Jahrhundert galt das Heimweh nicht als ein vages, allgemeinmenschliches Gefühl, sondern als eine tödliche Krankheit, an der vor allem Schweizer und Soldaten litten und die in zahlreichen medizinischen Abhandlungen intensiv diskutiert wurde.

Vorliegende Studie rekonstruiert erstmals auf breiter Materialbasis die Medizin-, Kultur- und Literaturgeschichte dieser Krankheit Heimweh. Dabei kommt nicht nur ihre Medizingeschichte von Johannes Hofer (1688) bis hin zu Karl Jaspers (1909) und darüber hinaus in den Blick, sondern auch die Auswirkungen des Diskurses auf weite Bereiche der Kultur: etwa auf das Militär, die Justiz, die Musikästhetik, philhelvetische Konstrukte der Schweiz, Codierungen transzendenter Sehnsucht, künstlerische Bildprogramme oder Festpraktiken.

Vor allem aber werden in ausführlichen Analysen literarischer Texte von Haller, Matthisson, Schiller, Coleridge, Tieck, Arnim/Brentano, Chamisso, Jean Paul, Heine, Herwegh, Keller, Spyri und vielen anderen die vielfältigen literarischen Imaginationen der Krankheit Heimweh aufgezeigt.


Produkteigenschaften


  • Artikelnummer: 9783793095101
  • Medium: Buch
  • ISBN: 978-3-7930-9510-1
  • Verlag: Rombach Verlag KG
  • Erscheinungstermin: 31.03.2009
  • Sprache(n): Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage 2009
  • Serie: Litterae
  • Produktform: Kartoniert
  • Gewicht: 949 g
  • Seiten: 674
  • Format (B x H x T): 154 x 232 x 40 mm
  • Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
Autoren/Hrsg.

Autoren

Simon Bunke, geb. 1976, 2006 Promotion in Neuerer deutscher Literatur an der LMU München mit vorliegender Arbeit; 2006/2007 Visiting Scholar an der Stanford University. Forschungs-schwerpunkte: Literatur und Medizin; Literatur und Alltagspraxis; erotische Literatur; Lyrik des 18. Jahrhunderts; Wiener Volkstheater; Theodor Fontane; Gerhard Polt.