Verkauf durch Sack Fachmedien

Leithäuser

Softwarekauf und Softwareaktualisierung

Eine Untersuchung des Verbrauchervertragsrechts

Medium: Buch
ISBN: 978-3-16-200718-6
Verlag: Mohr Siebeck
Erscheinungstermin: 17.08.2026
Lieferfrist: bis zu 10 Tage

Für den langfristigen Einsatz von Software ist die Versorgung mit Updates von zentraler Bedeutung. Sie beheben Fehler, schließen Sicherheitslücken und passen Software an veränderte technische und rechtliche Rahmenbedingungen an. Malte Leithäuser untersucht, unter welchen Voraussetzungen Verkäufer zur Bereitstellung von Updates verpflichtet sind und welchen Rahmen sie dabei einhalten müssen. Im Fokus stehen Verträge zwischen Verbrauchern und Unternehmern. Analysiert werden sowohl digitale Inhalte als auch Waren mit digitalen Elementen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wann eine Aktualisierungspflicht besteht. Unterschieden wird zwischen Updates zur Behebung anfänglicher Mängel und solchen zur Anpassung an fortlaufende Qualitätsanforderungen. Die Arbeit entwickelt objektive Mindestanforderungen an die Vertragsmäßigkeit von Software, die auch ohne ausdrückliche Vereinbarung gelten. Besondere Aufmerksamkeit gilt der seit 2022 geltenden Pflicht zur Bereitstellung von Updates zum „Erhalt der Vertragsmäßigkeit" (§§ 327e Abs. 3 S. 1 Nr. 5, 327f Abs. 1, 475b Abs. 4 Nr. 2 BGB). Diese wird dogmatisch eingeordnet und hinsichtlich Inhalt und Dauer konkretisiert. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Art der Updatebereitstellung. Untersucht wird, ob etwa automatische Updates oder funktionale Erweiterungen mit dem Gesetz vereinbar sind. Dabei zeigt sich, dass die Nutzerautonomie geschützt wird und Verbraucher über Updates entscheiden können müssen. Zudem wird geklärt, welche Pflichten Händler bei der Bereitstellung treffen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Systematisierung des digitalen Gewährleistungsrechts und bietet praxisnahe Orientierung für Unternehmer und Verbraucher.

The study examines the conditions under which sellers are obliged to provide updates and the framework they must observe in doing so. It focuses on contracts between consumers and businesses and analyzes both digital content and goods with digital elements.
One central issue is when an obligation to provide updates arises. A distinction is made between updates intended to remedy initial defects and those aimed at adapting to evolving quality requirements. The study develops objective minimum standards for the conformity of software with the contract, which apply even in the absence of an express agreement. Particular attention is given to the obligation, in force since 2022, to provide updates to "maintain conformity with the contract" (secs. 327e(3) p. 1 no. 5, 327f(1), 475b(4) no. 2 BGB). This obligation is analyzed from a doctrinal perspective and specified in terms of its content and temporal scope.
A further focus lies on the manner in which updates are provided. The study examines whether common practices-such as automatic updates or functional enhancements beyond what is technically necessary-are compatible with statutory requirements. It shows that the law protects user autonomy and allows consumers to decide whether to implement updates. It also clarifies the efforts required of sellers in supplying updates.
Overall, the study contributes to the systematization of digital warranty law and provides practical guidance for both businesses and consumers.


Produkteigenschaften


  • Artikelnummer: 9783162007186
  • Medium: Buch
  • ISBN: 978-3-16-200718-6
  • Verlag: Mohr Siebeck
  • Erscheinungstermin: 17.08.2026
  • Sprache(n): Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage 2026
  • Serie: Schriften zum Recht der Digitalisierung
  • Produktform: Kartoniert, fadengeheftete Broschur
  • Gewicht: 730 g
  • Seiten: 520
  • Format (B x H x T): 153 x 231 x 27 mm
  • Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
Autoren/Hrsg.

Autoren

Geboren 1997; Studium der Rechtswissenschaft in Passau und Durham (North Carolina); 2022 Erste Juristische Staatsprüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Privatrecht, Zivilverfahrensrecht und Rechtstheorie der Universität Passau; 2026 Promotion.

Einleitung
§ 1 Gegenstand und Ziel der Untersuchung
I. Untersuchungsgegenstand
II. Forschungsbedarf
§ 2 Aktualisierungen als Mittel der Softwarepflege
I. Aktualisierungen und die Veränderung von Software
II. Spezifika der Softwareentwicklung und Softwarepflege
Erster Teil - Anfängliche Qualitätserwartungen an Software
§ 3 Charakterisierung von Softwareüberlassungsverträgen und anwendbares Recht
I. Überlassung von isolierter Standardsoftware
II. Überlassung von integrierter Standardsoftware
§ 4 Anfängliche Qualitätserwartungen als Grundlage eines Anspruchs auf Aktualisierungen
I. Überblick: Anforderungen an die Vertragsmäßigkeit
II. Einzelne Softwaremängel
III. Einzelne Hardwaremängel
IV. Zeitliche Bezugspunkte
V. Darlegungs- und Beweislast
Zweiter Teil - Nachwirkende Qualitätserwartungen an Software
§ 5 Aktualisierungen im Sinne des BGB
I. Aktualisierungen als Softwareanpassungen
II. Erfolgsbezogener Aktualisierungsbegriff
§ 6 Aktualisierungen als objektive Anforderung
I. Genese und Zweck
II. Grundstruktur
III. Adressat
IV. Inhaltliche Anforderungen an Aktualisierungen
V. Einzelne Pflichten
VI. Zeitliche Grenzen
VII. Vertragliche Abweichungen
VIII. Zurechnung bereitgestellter Aktualisierungen
IX. Darlegungs- und Beweislast
§ 7 Aktualisierungen als subjektive Anforderung
I. Gewährleistungsrechte bei Verletzung
II. Rückgriff auf Vorgaben der objektiven Aktualisierungspflicht
Dritter Teil - Aktualisierungen als Grund und Gegenstand der Nacherfüllung
§ 8 Anspruch auf Aktualisierungen wegen anfänglicher Softwaremängel
I. Waren mit digitalen Elementen
II. Digitale Inhalte
§ 9 Anspruch auf Aktualisierungen wegen Verletzungen der Aktualisierungspflicht
I. Varianten der Verletzung der Aktualisierungspflicht
II. Waren mit digitalen Elementen
III. Digitale Inhalte
§ 10 Installationsentscheidungsmöglichkeit
I. Anspruchsinhalt
II. Berücksichtigung im Rahmen der Nacherfüllung
§ 11 Nicht erforderliche Aktualisierungen
I. Verletzung der Aktualisierungspflicht als Haftungsgrund
II. Anfängliche Vertragswidrigkeit als Haftungsgrund
§ 12 Spezifika der Nacherfüllung durch Aktualisierungen
I. Gebündelte Änderungen
II. Unmöglichkeit und Unverhältnismäßigkeit der Bereitstellung
III. Gescheiterte Nacherfüllung und Aktualisierungen
Zusammenfassung in Thesen

Einleitung
§ 1 Gegenstand und Ziel der Untersuchung
I. Untersuchungsgegenstand
II. Forschungsbedarf
§ 2 Aktualisierungen als Mittel der Softwarepflege
I. Aktualisierungen und die Veränderung von Software
II. Spezifika der Softwareentwicklung und Softwarepflege
Erster Teil - Anfängliche Qualitätserwartungen an Software
§ 3 Charakterisierung von Softwareüberlassungsverträgen und anwendbares Recht
I. Überlassung von isolierter Standardsoftware
II. Überlassung von integrierter Standardsoftware
§ 4 Anfängliche Qualitätserwartungen als Grundlage eines Anspruchs auf Aktualisierungen
I. Überblick: Anforderungen an die Vertragsmäßigkeit
II. Einzelne Softwaremängel
III. Einzelne Hardwaremängel
IV. Zeitliche Bezugspunkte
V. Darlegungs- und Beweislast
Zweiter Teil - Nachwirkende Qualitätserwartungen an Software
§ 5 Aktualisierungen im Sinne des BGB
I. Aktualisierungen als Softwareanpassungen
II. Erfolgsbezogener Aktualisierungsbegriff
§ 6 Aktualisierungen als objektive Anforderung
I. Genese und Zweck
II. Grundstruktur
III. Adressat
IV. Inhaltliche Anforderungen an Aktualisierungen
V. Einzelne Pflichten
VI. Zeitliche Grenzen
VII. Vertragliche Abweichungen
VIII. Zurechnung bereitgestellter Aktualisierungen
IX. Darlegungs- und Beweislast
§ 7 Aktualisierungen als subjektive Anforderung
I. Gewährleistungsrechte bei Verletzung
II. Rückgriff auf Vorgaben der objektiven Aktualisierungspflicht
Dritter Teil - Aktualisierungen als Grund und Gegenstand der Nacherfüllung
§ 8 Anspruch auf Aktualisierungen wegen anfänglicher Softwaremängel
I. Waren mit digitalen Elementen
II. Digitale Inhalte
§ 9 Anspruch auf Aktualisierungen wegen Verletzungen der Aktualisierungspflicht
I. Varianten der Verletzung der Aktualisierungspflicht
II. Waren mit digitalen Elementen
III. Digitale Inhalte
§ 10 Installationsentscheidungsmöglichkeit
I. Anspruchsinhalt
II. Berücksichtigung im Rahmen der Nacherfüllung
§ 11 Nicht erforderliche Aktualisierungen
I. Verletzung der Aktualisierungspflicht als Haftungsgrund
II. Anfängliche Vertragswidrigkeit als Haftungsgrund
§ 12 Spezifika der Nacherfüllung durch Aktualisierungen
I. Gebündelte Änderungen
II. Unmöglichkeit und Unverhältnismäßigkeit der Bereitstellung
III. Gescheiterte Nacherfüllung und Aktualisierungen
Zusammenfassung in Thesen