Äußere Rekorde, Erstersteigungen und menschliche Höchstleistungen hat die Geschichtsschreibung des Alpinismus inzwischen zur Genüge dargestellt. Die Geschichte der inneren Zustände der Berggänger aber, die Gegenstand dieses Buches ist, hat bislang kaum interessiert, und die historischen Veränderungen der Seele beim Bergsteigen sind nur selten bemerkt, geschweige denn näher betrachtet worden. Die zugänglichen Quellen lassen erkennen, dass der Drang, auf die Berge zu steigen, eine historisch junge Erscheinung ist. Und sie erzählen erstaunlich offen von Erfahrungen, die im Nachhinein oft als peinlich empfunden wurden: über das Eingeständnis des körperlichen Versagens am Berg, über die Erfahrung von Angst, über ungewohnte Irritationen des Leibes oder über unerwartetes, tiefes Erschrecken nach dem Erreichen des Gipfels – da, wo wir Heutigen uns erleichtert, stolz und glücklich einen Berggruß zurufen.
Produkteigenschaften
- Artikelnummer: 9783412507688
- Medium: Buch
- ISBN: 978-3-412-50768-8
- Verlag: Böhlau
- Erscheinungstermin: 13.07.2020
- Sprache(n): Deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2020
- Produktform: Gebunden
- Gewicht: 22 g
- Seiten: 400
- Format (B x H x T): 155 x 230 x 22 mm
- Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
Themen
- Sozialwissenschaften
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