Wie kaum ein anderes Gefühl ist Mitleid von Unsicherheiten geprägt: Der Begriff 'Mitleid' wird widersprüchlich verwendet – aber auch das Gefühl selbst kann schwanken. Dies wirft Fragen der Angemessenheit auf.
Georg Sillers genaue Lektüre Ludwig Wittgensteins zeigt, dass solche Unbestimmtheiten jedoch nicht als Defizite gesehen werden müssen: Erstens sind psychologische Begriffe in ihrer Bedeutungsvielfalt Teil unserer Lebensform und damit mehr als die Bezeichnung von Zuständen, zweitens stellt schwankendes Mitleid eine ganz eigene Haltung dar – und zwar häufig die des Respekts. Diese Perspektive ermöglicht neue Zugriffe auf Aristoteles, Nietzsche, Brecht, Arendt sowie die Neuropsychologie – und nicht zuletzt auf Wittgenstein selbst.
Produkteigenschaften
- Artikelnummer: 9783837643220
- Medium: Buch
- ISBN: 978-3-8376-4322-0
- Verlag: transcript
- Erscheinungstermin: 20.06.2018
- Sprache(n): Deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2018
- Serie: Edition Moderne Postmoderne
- Produktform: Kartoniert, Kartoniert
- Gewicht: 414 g
- Seiten: 264
- Format (B x H): 148 x 225 mm
- Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
