Christoph Wolf untersucht die Relevanz rechtlicher Wertungen des Täters für den strafrechtlichen Vorsatz. Seine diesbezügliche These, dass Rechtsirrtümer für den Vorsatz irrelevant sind, sucht der Autor durch eine breit angelegte Untersuchung abzusichern. Diese nimmt ihren Ursprung in Überlegungen zur Funktion der Strafrechtsdogmatik und unterzieht das dogmatische Instrumentarium der h.M. und dessen Anwendung im Kern- und Nebenstrafrecht einer eingehenden Kritik. Integriert sind in die Untersuchung die Bereiche des untauglichen Versuchs, des Erlaubnistatumstandsirrtums und der Rechtsanwendungspraxis. Am Ende gelangt der Autor zu dem Ergebnis, dass das propagierte Modell besser als das noch herrschende Konzept des vorsatzausschließenden Rechtsirrtums zu einer adäquaten Entlastung des Bürgers geeignet ist, der sich dieser Tage mit immer komplexeren rechtlichen Anforderungen konfrontiert sieht.
According to today's prevailing view in German criminal law, some mistakes of law preclude intent, as, for example, the error of the tax evader about his tax liability. Christoph Wolf reviews this concept and counteracts it - also to the offender's advantage - with the proposition that only mistakes of fact can have the named effect.
Produkteigenschaften
- Artikelnummer: 9783161554728
- Medium: Buch
- ISBN: 978-3-16-155472-8
- Verlag: Mohr Siebeck
- Erscheinungstermin: 31.10.2019
- Sprache(n): Deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2019
- Serie: Studien und Beiträge zum Strafrecht
- Produktform: Gebunden, Leinen
- Gewicht: 1078 g
- Seiten: 738
- Format (B x H x T): 167 x 239 x 42 mm
- Ausgabetyp: Kein, Unbekannt
